UmweltBlog
Umwelt, Politik und Wirtschaft
Dienstag, 1. November 2011
Umweltfreundliche Hotels
Deutschland ist das Land der Energiesparer und Mülltrenner. Die Tier-, Umwelt- und Naturschutzverbände sind wahre Volksbewegungen. Nur wenn es um den urlaub geht, dann vergessen wir unser Umweltgewissen recht schnell. Hauptsache billiger Urlaub, auch wenn die Umwelt auf der Strecke bleibt? Leider sieht es immer noch danach aus, auch wenn naturnahe Reiseveranstalter beständige Zuwachszahlen melden. Warm muss das Allgäu als innerdeutsche Destination mit der Anreise per Flugzeug auf dem Berlin-Portal werben? Wäre eine Zugreise per ICE nicht entspannender für einen potentiellen Urlaubsgast?
Freitag, 8. Juli 2011
CCS - die neue Kernkraft
Die Argumentation kommt bekannt vor, die Technologie wechselt: "Deutschland, einer der Vorreiter im Klimaschutz, muss ein Interesse daran haben, Ländern wie China oder Indien demonstrieren zu können, dass [hier Technologie einfügen] funktioniert. Gerade die wachstumsstarken und energiehungrigen Schwellenländer werden nicht darauf verzichten, [hier Technologie einfügen] zu bauen." Gestern hätte man als Phrasendrescher Atomkraft eingesetzt, aktuell heisst der Welten- und Wirtschaftsretter CCS.
Montag, 4. Juli 2011
Förderung für kleine Wasserkraftanlagen
Glücklicherweise ist die geplante Zweiklassengesellschaft in der Windkraft vom Tisch: Offshoreanlagen auf dem Meer und Windkraftanlagen auf dem Land werden weiterhin die gleiche Förderung erhalten. Für mich nicht zu verstehen ist jedoch die Ungleichbehandlung von Wasserkraft und Windkraft. Gerade kleine Wasserkraftanlagen - meist Laufwasserkraftwerke - punkten mit geringen Flächenverbrauch, sind aber meist nicht rentabel zu betreiben. Hier sollten kleine Wasserkraftanlagen mit Windkraftanlagen gleich gestellt werden und Förderung in selber Höhe erhalten.
Dienstag, 19. April 2011
Warum ist der französische Atomstrom so billig?
Strom ist in Frankreich so billig wie sonst nirgendwo in Euro. Mit durchschnittlich 12 Cent zahlt man gerade einmal die hälfte des Preises in Deutschland. Dieses Preis ist politisch gesteuert und Atom-Freund Sarkozy wird dieses Kurs beibehalten, zumindest bis nach den nächsten Präsidentschaftswahlen. Inzwischen geben jedoch bereits Energiekonzerne zu bedenken, dass der Strompreis kein realer Wert ist. So wurde bisher die ganze Forschung vom französischen Staat bezahlt und die Ergebnisse weitgehend kostenfrei an die Konzerne weitergegeben. Nicht einmal ausreichend Rücklagen für die Atomendlagerung müssen die Konzerne anlegen und schon gar nicht für den Rückbau der Kraftwerke. Mehr dazu in der FAZ.
Sonntag, 17. April 2011
RWE profitiert durch Atomausstieg
Laut Financial Times profitiert der Stromkonzern RWE sogar vom Atomaustieg dank steigender Stromkosten. Interne Berechnungen, die der Wirtschaftszeitung angeblich vorliegen, beweisen das. Auch die im Artikel vorgelegte Argumentationskette ist schlüssig. Jetzt heisst es nur noch genau hinsehen, welchen Deal die Bundesregierung mit den Stromkonzernen aushandelt. Es könnte sich bei der von Schäuble geforderten Steuererhöhung für Kernkraftwerksbetreiber auch um eine Ablenkungsmanöver handeln, um an anderer Stelle eine für den Konsumenten recht teuren Deal einzugehen. Man darf den "Atomdeal" - ein Gesetzt, das faktisch die Atomlobby geschrieben hat - vor wenigen Monaten nicht ausser acht lassen. So schnell reissen Seilschaften nicht.
Samstag, 16. April 2011
Das Welternährungsproblem
Spekulanten verteuern weltweit die Lebensmittel, jedoch haben sie nur einen Anteil von 15 bis 20 Prozent an der Verteuerung, meint Alexandra Endres in DIE ZEIT. Viel wichtiger ist es, die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zu stärken. Dem gegenüber stünden jedoch knallharte Interessen vor allem Chinas, Saudi Arabiens und auch der westlichen Industrienationen. Bis zum Jahr 2030 muss die Nahrungsmittelproduktion um die Hälfte verdoppelt werden, um alle hungrigen Mägen zu füllen.
Donnerstag, 14. April 2011
Atom-Debatte: Nur wenig Bewegung in Frankreich
In Frankreich rührt sich nur wenig in der Debatte zu Atomkraft. Präsident Sarkozy lässt keine Gelegenheit aus, um die Kernkraft als "alternativlos" hinzustellen. Das scheint - leider - auch gesellschaftlicher Konsens beim westlichen Nachbarland zu sein. Um so mehr Aufmerksamkeit erregte der Beschluss des Strassburger Rates, der sich darin für eine Schließung des Atomkraftwerks Fessenheim ausspricht. Allerdings gehört Fessenheim zu den ältesten Atomkraftwerken Europas und es ist zweifelhaft, ob es überhaupt dem Sicherheitsstandard moderner Kraftwerke gebracht werden kann.
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